Über mich

Tandemsprung

Wer ich bin

Mein Name ist Jacqueline. An den Sprungplätzen kennt man mich als Jacky, Jack oder Jacks. Das liegt an meinem Facebook Profil, welches ich, lange bevor ich Fallschirmspringerin wurde, unter dem Namen Jacks Parrow erstellt habe.
Und wie das mit Spitznamen so ist: Er hat sich so sehr eingeprägt, dass selbst bei der Erstellung meiner professionellen Facebookseite an eine Änderung nicht mehr zu denken war. 


Nachdem ich 18 Jahre lang den Traum vom Fallschirmspringen geträumt hatte, habe ich im Jahr 2014 meinen Traum mit einem Tandemsprung endlich wahr werden lassen. Und das war nur der Anfang...  

Wie es dazu kam:

Im Jahr 1996 schenkte ich jemandem zu seinem Geburtstag einen Fallschirm-Tandemsprung. Da ich damals schwanger war, musste ich am Boden bleiben und war dazu verdammt, einige Stunden lang das Treiben am Sprungplatz beobachten. Es waren die glücklichen Gesichter der Springer, das Strahlen der Gäste und die Aufregung, die in der Luft lag, die mich sofort packten. Rückblickend habe ich mich wohl an diesem Tag mit dem Fallschirmspringer-Virus infiziert. Der Wunsch, selbst zu springen, hatte sich unzerstörbar in meinem Kopf festgesetzt.
Doch es sollte noch lange dauern: Aus verschiedenen Gründen musste ich weitere 18 Jahre warten, bis ich dann zu meinem Geburtstag einen Tandemsprung bekam und endlich - wenn auch zunächst an einem Tandemmaster festgeschnallt - aus einem Flugzeug fallen durfte.

Bei diesem ersten freien Fall war ich sofort von einem Gefühl der Freiheit und des unbeschreiblichen Glücks ergriffen. Genau so, wie ich es mir seit 18 Jahren immer wieder vorgestellt hatte. Und so beschloss ich, noch ehe ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, eine Ausbildung zur lizensierten Fallschirmspringerin zu machen. Kaum war jedoch dieses Ziel erreicht, wusste ich, dass ich Fallschirmsprunglehrerin werden wollte. Welches Erlebnis bereits kurz nach Erhalt meiner Lizenz dazu geführt hat, kannst du in diesem Blogbeitrag nachlesen.

Beruf kommt von Berufung

Mann muss natürlich Anforderungen erfüllen und ein gewisses Maß an Erfahrung haben, um die Weiterbildung zum Sprunglehrer zu machen. Von nun an arbeitete ich stetig drauf hin und wurde zwei Jahre und etwa 300 Sprünge später zunächst "konventionelle Sprunglehrerin" und folgte damit meiner Berufung, Schülerinnen und Schülern an verschiedenen Dropzones das selbständige Springen beizubringen. 
Bereits in der Vorbereitung auf meine Lehrer-Lizenz habe ich erlebt, dass es in diesem Sport so viel mehr zu lernen und zu wissen gibt, als das, was man lernt, wenn man sich auf seine Lizenzprüfung vorbereitet. Es ist wie beim Autofahren: In der Fahrschule lernt man die Basics. Doch nur die Praxis und die Bereitschaft, sich stetig zu verbessern und aus Erfahrungen zu lernen, macht einen im Laufe der Zeit zu einem guten Autofahrer. Doch so wie es Menschen gibt, die ihren Führerschein schon viele Jahre lang besitzen, schon viele hundert Stunden im Auto gesessen haben und dennoch Probleme beim Einparken, beim Überholen von Lkw oder beim Anfahren am Berg haben, so gibt es auch Skydiver, die auch nach vielen hundert Sprüngen noch immer Probleme mit einem stabilen Exit, einer sauberen Separation oder einer guten Landung haben. 

Mein Steckenpferd: Sicherheit und Weiterbildung

Das eine wie das andere sorgt nicht nur für Stress bei sich selbst, sondern birgt auch Gefahren für andere. Darum ist mir, neben der "ganz normalen" Ausbildung von Fallschirmspringern, das Thema Sicherheit ein ganz besonderes Anliegen. Darüber hinaus widme ich "Sorgenkindern", die in irgendeinem springerischen Bereich Probleme haben, besondere Aufmerksamkeit und organisiere Interessengemeinschaften, Workshops, Kurse, Mentalcoachings etc. 
Meine Schüler und vor allem die Schülerinnen sind meine "Gänsekinder", und ich fühle mich mit ihnen weit über die AFF Ausbildung hinaus verbunden und verpflichtet. 
Es gibt so vieles, das man sich genauer ansehen kann und so viel mehr Wissen, das ich an jeden, der interessiert ist weitergeben möchte. 

“Menschen sind so gut wie einzigartig in ihrer Fähigkeit, aus der Erfahrung anderer zu lernen. Außerdem zeichnen sie sich durch ihre augenscheinliche Unwilligkeit aus, eben das zu tun.”  -Douglas Adams

Meine Überzeugung: Wenn wir bereit sind, aus Fehlern anderer zu lernen, können wir das Risiko, dass uns selbst etwas passiert, deutlich minimieren. Es ist mir ein persönliches Bedürfnis, Schüler zu zuverlässigen und verantwortungsbewussten Springern auszubilden und dazu beizutragen, das Sicherheitsbewusstsein aller Fallschirmspringer zu erhöhen, um diesen großartigen Sport noch sicherer zu machen. All dies, in Verbindung mit dem unglaublichen Spaß am Himmel und dem Knüpfen neuer Freundschaften an jedem Sprungplatz, den ich besuche, fühlt sich für mich jeden Tag wieder großartig an.

Die logische Konsequenz: Arbeiten bei Airtec

Es dauerte nicht lange, bis mir klar wurde, dass die Erfindung des CYPRES, gefolgt von einer inzwischen fast 30 Jahre dauernden Erfolgsgeschichte der Zuverlässigkeit und kontinuierlichen Weiterentwicklung, einen bedeutenden Beitrag für alle Skydiver auf dieser Welt geleistet hat.
Was könnte also befriedigender sein, als ein Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein? Also gab ich im Sommer 2017 meinen Job als Sales Manager in einer Hamburger Software-Firma auf und arbeite seitdem bei der Firma Airtec GmbH & Co.KG Safety Systems in Bad Wünnenberg. Als Repräsentantin, Kundenbetreuerin, Roadshow-Managerin und "Mädchen für alles" bin ich stolz darauf, auch beruflich ein Teil der Skydiving Community zu sein.  Hier darf ich jeden Tag meinen Beitrag zu noch mehr Sicherheit, noch mehr geretteten Leben und noch weniger tödlichen Unfällen leisten. 
Und so lebe ich ich mittlerweile - beruflich und privat - nach dem Motto: "Fallschirmspringen? Aber sicher!" 

#FSSIG - Fallschirmspringen ist geil! Was hinter dem Hashtag steckt:

"Fallschirmspringen ist geil!" Dieser Schlachtruf war im März 2019 mehrmals täglich zu hören. Erfunden hat ihn mein lieber Freund Ole, als wir gemeinsam mit noch drei weiteren Anwärtern (Laura, Daniel und Christian) in Sevilla, bei Skydive Spain, unsere Prüfung zum AFF-Lehrer machten. (Wenn du mehr darüber lesen möchtest, kannst du hier den von Christian geschriebenen Artikel im FreifallXpress aufrufen.)
Der Ruf wurde zum Motto unseres Kurses, und der Hashtag #FSSIG war geboren. Es war nur logisch, dass meine Homepage, wenn es sie irgendwann einmal geben würde, genau so heißen muss!